Titel: Plan 07

Untertitel: Sankt Heribert trifft – Plan 07

Projekt: Plan 07 – Forum für aktuelle Architektur in Köln

Gebäudetyp: Temporäre Inszenierung

Bauherr: Robert Wetzels, Georg Taxhet, Sabine Kovacs, Denise Laser und STELLA: Martin Schmitz

Architekt: bob-architektur: Robert Wetzels, Georg Taxhet, Sabine Kovacs, Denise Laser und Schreinermeister: Martin Schmitz

Standort: Sankt Heribert in Köln

Bauzeit: 2007

LP: 1-8

Nutzfläche: ca. 1000 m²

Plan 07 – Forum für aktuelle Architektur in Köln

Der Hingucker
Direkt neben dem Rheinboulevard zwischen Deutzer Brücke und Hohenzollernbrücke steht ein begehbares Holzobjekt vis a vis zum Reiterstandbild auf einer erhöhten Platzfläche. Im Innern sieht man durch eine Öffnung auf ein weißes Gebäude im Schatten des Lufthansahochhauses. Rheinpanorama, Nachbargebäude und Parkplatz sind ausgeblendet. Man sieht Sequenzen aus der Gebäudegeschichte: Vom Mittelalter über Napoleon hin zur Zerstörung im zweiten Weltkrig. Um mehr über die heutige Nutzung zu erfahren, muß man näher ran:

Die Kuchenplatte
Vom Hingucker führt ein Steg zur Kuchenplatte. Steckenpferde – Erinnerung an die Nutzung des Gebäudes als Stallungen zu Beginn des 19. Jahrunderts – stehen Spalier. Zur Feier der Woche ist der sonst immer volle Parkplatz leer und für Skater, durstige Radfahrer, Spaziergänger und PLAN_07 Besucher sind schon vom Ausguck Stühle, Sonnenschirme und Tabletts erkennbar. Pause machen, Sitzen können und Neugier auf das Haus sind Argumente für einen Abstecher. Bei Kaffee und Kuchen findet sich auch der eine oder andere Hausbewohner des Caritas Altenzentrums St. Heribert ein.

Die Schatzkiste
Wer noch mehr wissen möchte, vom Haus und seinen Bewohnern, kommt in die Schatzkiste. Die Steckenpferde begleiten den Weg um das Haus herum, in das Gewölbe der alten Klosteranlage Sankt Heribert: Römische Mauerfragmente neben mittelalterlicher Bruchsteinkonstruktion. Hier erzählen die Dinge von den Menschen, als sie noch nicht pflegebedürftig waren. Es gibt Fotos, Nippes und Geschichten, präsentiert und ins Licht gesetzt vor wuchtigen Kellermauern. Tänzer und Thekensteher sind willkommen. Dabei immer einen Ausschnitt aus dem Leben der alten Städter von St. Heribert im Blick.

Die Verknüpfung
Die drei Orte sind verknüpft durch Fokus, Sichtbeziehung und Transport. Die Reihenfolge des Erlebens vom Bekannten zum Unbekannten schlägt eine Brücke zwischen mobilen Passanten und an den Ort gebundenen Hausbewohnern. Der Transport von Erinnerungsstücken macht mittelbar Begegnung möglich und berührt, wo unmittelbares Aufeinandertreffen schwierig geworden ist

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