Titel: MAX

Untertitel: Umbau und Erweiterung eines Wohnhauses

Projekt: Dachausbau

Gebäudetyp: Bestandsgebäude

Bauherr: Eheleute Gehrmann

Architekt: bob-architektur, Robert Wetzels

Standort: Schaephuysen

Bauzeit: 2000 – 2001

LP: 1 – 8

Nutzfläche: 154 m²

Baukosten:

Fotograf: Johannes Pöttgens

Ein ehemaliges Bauernhaus, geprägt durch unzusammenhängende An- und Umbauten, soll zukünftig der Lebensraum einer jungen Familie mit zwei Kindern werden. Aufgrund der vorhandenen Kleinteiligkeit war die architektonische Leitidee schnell definiert: „Offenheit und Tageslicht durch das Heraustrennen von Volumina”. Auf diese Weise können gezielt Räume geschaffen werden, die einem gemeinsamen Konzept folgen und dem Haus eine neue Identität verleihen. Die Umsetzung der Idee ist im „Eingangsfoyer” am offensichtlichsten ablesbar. Durch die Methode des Ausschneidens entstand eine markante Restfigur, die farblich akzentuiert wurde. Der Raum öffnet sich bis zum Dachgiebel, eine Galerie mit Panoramafenster verleiht neue Aufenthaltsqualitäten. Bestens geeignet für größere Familienereignisse und Festlichkeiten. Durch eine große Schiebetür ist die daran angegliederte Küche jederzeit funktional zuschaltbar.

Die vorhandene Dachkonstruktion des alten Hauses bestand aus verschiedenen Unterkonstruktionen im Deckenbereich, teils aus Stahlbeton, teils aus Holz. Damit war sie nicht gerade ideal für einen Innenausbau geeignet und erschwerte eine einheitliche Vorgehensweise. Horizontal liegende Balken, die das Dach aussteiften, lagen unter Kopfhöhe und mussten entfernt werden. Das bedeutete eine Änderung des kompletten Dachstuhls. Am sinnvollsten erwies sich hier die sogenannte Pfetten- Koppel- Konstruktion. Gegenüber einer normalen Pfetten- Konstruktion bringt diese Methode für einen Dachausbau verschiedene Vorteile mit sich. Mehrere klein dimensionierte Pfetten ermöglichen einen unkomplizierten Umbau. Schwierige Anschlüsse, die nur mit hohem Zeitaufwand zu lösen gewesen wären, blieben aus. Das Ergebnis sind sauber verarbeitete Decken und Wände mit glatten Oberflächen. Aufgrund des geringen Konstruktionsaufbaus entsteht eine zusätzliche Platzersparnis, die dem Wohnraum zugutekommt.
Dachausbau:
Die vorhandene Dachkonstruktion des alten Hauses bestand aus verschiedenen Unterkonstruktionen im Deckenbereich, teils aus Stahlbeton, teils aus Holz. Damit war sie nicht gerade ideal für einen Innenausbau geeignet und erschwerte eine einheitliche Vorgehensweise. Horizontal liegende Balken, die das Dach aussteiften, lagen unter Kopfhöhe und mussten entfernt werden. Das bedeutete eine Änderung des kompletten Dachstuhls. Am sinnvollsten erwies sich hier die sogenannte Pfetten- Koppel- Konstruktion. Gegenüber einer normalen Pfetten- Konstruktion bringt diese Methode für einen Dachausbau verschiedene Vorteile mit sich. Mehrere klein dimensionierte Pfetten ermöglichen einen unkomplizierten Umbau. Schwierige Anschlüsse, die nur mit hohem Zeitaufwand zu lösen gewesen wären, blieben aus. Das Ergebnis sind sauber verarbeitete Decken und Wände mit glatten Oberflächen. Aufgrund des geringen Konstruktionsaufbaus entsteht eine zusätzliche Platzersparnis, die dem Wohnraum zugute kommt.

Zur Erweiterung des Dachstuhls wurde eine Gaube entwickelt mit dem Ziel, eine möglichst hohe Aufenthaltsqualität im Innen- und Außenbereich zu erhalten. Schließlich sollten im umgebauten Dach die Galerie, das Elternschlafzimmer, zwei Räume für die Kinder und ein Bad Platz finden. Aus diesem Grund entstand eine Gaube, die nach Süden ausgerichtet die neuen Räume effektiv mit Tageslicht versorgt. Eine Loggia zwischen den Kinderzimmern schafft zusätzlich wertvollen Freiraum mit Ausblick zum Garten und zur reizvollen Hügellandschaft der Umgebung. Die Überdachung aus Glas bewahrt den Freisitzcharakter, schützt aber gleichzeitig vor unbeständigen Wetterverhältnissen. Als Sonnenschutz dienen Lamellen aus Lärchenholz. Dieses Material wiederholt sich im Ausbau, wie auch im Aufenthaltsbereich der Loggia. Die Gaube selbst ist gänzlich mit Zink verkleidet, ebenso wie zwei große Schiebetore, ein Garagenneubau und der Eingangsbereich mit Vordach. Die Fenster in anthrazitgrau folgen diesem Gestaltungskonzept. Aus einzelnen Elementen entsteht so ein einheitliches Bild, das den neuen Ausdruck des Hauses prägt.

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