Titel: Kuckucksweg

Untertitel: Neubau einer offenen Ganztagsschule, mit Mensa, Klassen- und Aufenthaltsräume

Projekt: Neubau einer offenen Ganztagsschule

Gebäudetyp: Schulbau

Bauherr: Gebäudewirtschaft Köln

Architekt: bob-architektur, Robert Wetzels, Jan Vohwinkel, Kerstin Lindscheid, Geraldine Bach,
Astrid Siegmüller, Ulla Bleck, Daniele Aulenta

Standort: Kuckucksweg in Köln-Godorf

Bauzeit: 2011-2014

LP: 1-3

Nutzfläche: 1500 m²

Baukosten: 3,2 Mio

Aufgabenstellung der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln war hier die Erstellung einer Machbarkeitsstudie mit daraus resultierendem und weiterführenden Entwurf zum Neubau eines Gebäudes mit Mensa, Klassen- und Aufenthaltsräumen. Das vorhandene Schulgebäude soll durch einen Neubau mit einer Mensa versorgt werden und neuen Platz für Klassen- und Aufenthaltsräume zur Ganztagsbetreuung schaffen. Seitens der Bauherrschaft wurde zur Auflage gemacht, das Gebäude dem Passivhausstandard anzupassen und behindertengerecht auszuführen.
Bei der Planung war zu beachten, dass die diffizilen äußeren Faktoren (extreme Eingrenzung des zur Verfügung stehenden Baufeldes durch Bestandsgebäude, Höhenverlauf des Geländes, Lärmschutzwall, bzw. Nähe zur Autobahn) im Entwurf des neuen Gebäudes berücksichtigt werden. Zudem musste sich der Neubau zwingend in die vorhandene Bebauung einfügen (§34-Gebiet).
Es wurde hier ein eigenständiger Solitärbau entwickelt, welcher die Nutzungen über zwei Geschosse organisiert. Der öffentliche Bereich der Mensa, welcher von allen Schülern genutzt wird, wurde in prominenter Lage im vorderen Gebäudeteil platziert, die Klassen- und Aufenthaltsräume zur teilweisen Ganztagsbetreuung der Schüler wurden im Obergeschoss integriert. Entwurfsmarkant ist die in das Gebäude laufende Welle, welche als konstruktiv-gestalterisches Element zur räumlichen Organisation, aber auch Verteilung der Zu-, Abluft, Versorgung genutzt wird. Die Innenräume sind zurückhaltend-funktional gestaltet, die Welle dominiert den Raumeindruck – für alle Nutzer erfahrbar im Flurbereich mit einem Luftraum, welcher sich bis unter das Dach öffnet. Abschließend kann gesagt werden, dass hier aufgrund der äußeren Umstände ein sehr kompakter Baukörper geschaffen wurde, welcher sich durch ein zurückhaltendes Äußeres und Leben im Innenraum auszeichnet.

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