Titel: KAP

Untertitel: Ein „öffentlicher Stadtbalkon“

Projekt: Internationaler städtebaulicher Wettbewerb nach RAW am Konrad Adenauer Platz in Bonn-Beuel 2007

Kategorie: Fachärztezentrum mit Tiefgarage, Gastronomie, Einzelhandel, Büro, Wohnen, Gesundheit, Medizin

Bauherr: ehem. FAZ GmbH & Co KG jetzt Swiss Life AG

bob-architektur: Robert Wetzels, Jost Dewald, Thomas Ellinghaus, Kerstin Lindscheid, Julian Puchmüller,Karen Höfer, Ulla Bleck, Daniele Aulenta, Paula Catalan Gasulla,Tae Heung Lee, Charlotte Streuber

Generalplaner: Kreer Ingenieure GmbH, Köln

Freianlagen: JBBUG Johannes Böttger

Preis: 1. Preis städtebaulicher Wettbewerb

Standort: Bonn-Beuel

Bauzeit: 2007-2018

LP: 1 – 5 + (8)

NF: ca. 11500 m²

Fotograf: Espendiller + Gnegel , Conné van d’ Grachten, Olaf Rohl

Baukosten:

1. Preis Internationaler Städtebaulicher Wettbewerb (2007-2018)

Die Weiterentwicklung charakterbildender Zwischenräume durch Herausarbeiten vorhandener aber versteckter Qualitäten soll eine klare Identität des Platzes fördern. Diese Intention bildet sich in Form von vier Baukörpern, die unterschiedlich in Größe, Form, Gestalt und Nutzen, doch gleich im neuen Gedanken städtischen Lebens sind. Bei der Materialwahl wurde hiesige Baukultur betrachtet, konsequent weiter gedacht und eine individuelle Variation des Ziegels angewandt.
Wunsch und Ziel war es eine Ziegel Ornamentik zu schaffen, die aber nicht in Form von Vor- und Rücksprüngen sondern durch Farbnuancen eine visuelle Tiefe durch Reflektionen neu interpretiert.
Ein eigens für die Fassadengestaltung entworfenes silberfarbenes „Ziegelriemchen“, mit einer Kantenlänge von 13 cm , entwickelt die neue Idee weiter, lässt jedoch eine Verwandtschaft zur Umgebung anmuten und wird auf dem gesamten Areal bei Bauteil A, B, D und der Tiefgarageneinfahrt eingesetzt. So kam auf ausdrücklichen Wunsch der Stadt Bonn und bob-architektur BDA die Fassade an allen Bauteilen in dieser Form zur Umsetzung. Die 356.000 einzelnen, unterschiedlichen Fliesen wurden von Hand auf ein WDVS aufgetragen. Die Fensterflächen wurden bewusst bei Bauteil A mit einem Siebdruck der gleichen dreieckigen Struktur versehen.
Durch die unterschiedliche Sonneneinstrahlung verändert sich die Reflektion der vielen, schimmernden Kacheln und schafft ein kontrastreiches Licht- und Schattenspiel, welches die Besonderheit des Ortes erneut betont.
Durch die anthrazitfarbene Gestaltung, wird das bunte Treiben von Menschen, Werbung, Verkehr und Vegetation vor dem monochromen Hintergrund der Fassade intensiviert und das neue Zentrum , der „öffentliche Stadtbalkon“ belebt.
Das Material des Pavillons Baukörper C ist bewusst anders als Baukörper A und B aus einer Stahl-Glasfassade, doch mit dem gleichen Motiv der Dreiecke umgesetzt.
Die divergente Umsetzung des Motivs schafft auf der einen Seite eine Vielfalt und Eigenständigkeit der Baukörper aber auch eine Zusammengehörigkeit des gesamten Areals und verschafft ihm die notwendige Identität.

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